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- Poetry is not only rhyming

NAII history:
Not Applicable In (the) Internet
Nicht anwendbar im Internet
05/09 to NOW
Not Amusing In Intelligence
11/05 to 05/09

Archive

Feb
4th
Fri
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Dekadenz: Die Flucht in’s Verderben [kurz]

Wenn ich mir heutzutage anschaue, wie Menschen ihr Leben führen und es vergleiche zu den Menschen der Urzeit, fällt mir besonders auf, dass Letztere vor allem “greifbarer” zu Werke gingen. Sie nahmen Dinge in die Hand, feilten, spitzten, jagten, erlegten, rannten und kamen erschöpft nach Hause. Der körperliche Schwerpunkt des damaligen Lebens ist nicht von der Hand zu weisen, genauso wenig wie der zentrale Kampf um‘s Überleben.

Der Mensch von heute ist nicht hundertprozentig das Gegenteil, aber einige Exemplare kommen sehr nah ran. Für nahezu alle Beschäftigungen benutzen wir Werkzeuge, die vor allem in der heutigen Informations- bzw. Wissenstransfergesellschaft aus abstrakten Dingen wie Computernetzwerken, Software und binären Einheiten bestehen. Existentielle Nöte kennt man heute nur, wenn man einen Ausschluss aus der Gesellschaft befürchten muss - der “Abstieg” in Hartz IV ist wohl solch ein Grund dafür.

Was heute als Gefahr, Not, Angst oder Bedürfnis empfunden wird, ist jedoch fern von der Vorstellungen des Neandertalers und dessen Vorfahren. Statt sich darüber zu freuen, dass man am Leben ist und dieses in mitteleuropäischen Kreisen ziemlich unbeschwert genießen kann, wird ein Kraftwerk des Kommerzes in Gang gebracht, das um ein Vielfaches mehr den “Glückslevel” steigern will. Was damals das darwinistische “Fressen und Gefressen werden” war, ist heute das käufliche Erwerben und Erworben werden.

Statt Dinge zu tun, um über sich selbst hinauszuwachsen, geht es oftmals um einen hohen Rang in der Gesellschaft (Prestige bzw. Medienpräsenz) und/oder Geld. Beides ist Gift für die Gesellschaft. Gleichzeitig stellen sie aber auch die wohl wichtigsten Antriebsfedern von Menschen heutiger Zeit dar. “Außen hui, innen pfui” klingt so banal, ist aber wohl die kürzeste Umschreibung der modernen Sozialstruktur.

Grund vielen Übels ist überzogenes Ich-Tum und Selbstüberschätzung gepaart mit verräterischer Idealzerstörung. Betroffene Menschen mit diesen Symptomen sollten sich merken: “Du bist nicht so wichtig.” *

* Vater, Sohn und Männlichkeit, Richard Rohr, 2001 (Innsbruck)

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Jan
29th
Sat
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Jan
28th
Fri
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Graphical overview of Interaction Design by @envisprecisely

I just came across a nice visualisation of Dan Saffer’s »Disciplines of User Experience« which I accidently found on the German Wikipedia article on »Interaction Design« made by the Munich-based studio »envis precisely«.

Saffer’s original is this pretty and more puristic one:

In fact, the altered and more detailed version by envis precisely helped me quite good to get what Interaction Design comprises.

PS: »envis precisely« sounds like »Elvis Presley« to me. ;)

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Jan
5th
Wed
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Kaminholz spalten: Ausgleich zum Medien- und Informatiker-Alltag

Weil mich immer mal wieder das Gefühl heimsucht, dass die abstrakte Arbeit eines Medieninformatikers sich allzu gerne von handwerklichen “realen” Sachen entfernt, möchte ich einmal festhalten, dass das Kaminholzschlagen ein guter Ausgleich sein könnte. Zuletzt und zuerst hatte ich damit vor einer Hütte im Wald vom Great Barrier Island (NZ) Erfahrung gemacht.

Wenn noch jemand andere handwerkliche Vorschläge hat, die Hand und Körper intensiver nutzen als zum Tippen und Sitzen, sei der/diejenige gebeten, einen Kommentar zu hinterlassen.

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Jan
4th
Tue
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Bachelor Thesis: User Experience in tastaturgesteuerten Text-Adventures

Da Tommy und ich im Dezember 2010 nun unser Kolloquium erfolgreich absolviert haben, nutze ich hier die Gelegenheit, als Erster von uns beiden meine Bachelorarbeit (123 Seiten) zu veröffentlichen.

http://www.scribd.com/doc/46259321

Inhaltlich ist bis auf das Drehbuch und den Anhang alles drin.

Viel Spaß!

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Dec
31st
Fri
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Die Rolle des Bauhaus im Social Media Design 1/6

Im Rahmen des von Anja. C. Wagner geleiteten Design 2.0 Uni-Kurses an der HTW Berlin soll in einer sechsteiligen Serie der Frage nachgegangen werden, inwiefern das Bauhaus-Denken für modernes, zeitgemäßes Design relevant ist. Auf Grund der persönlichen Neigung des Autors wird insbesondere auf Webdesign als ein sinnvolles Beispiel für interdisziplinäres Design eingegangen. Da die Entwicklung vom ursprünglich eher technisch orientierten (Web)2.0-Begriff zu »Social Media« berücksichtigt werden muss, wird im Rahmen dieser Artikelreihe auch vom Social Media Design respektive Design 2.0 als Äquivalent zum Webdesign gesprochen.

Stilistisch sollen die Artikel ohne »ich« auskommen und in aller Sachlichkeit - wenn auch subjektiv gefärbt - dargeboten werden.

Inhalt der Serie

Dieser erste Artikel dient der Grundlagenbildung. Es werden die in diesem Kontext relevanten Begriffe geklärt und ein erstes Verständnis für die Bauhaus-Ideologie etabliert. Die folgenden Aufsätze sollen die Kompatibilität von Bauhaus-Denken und Webdesign aufgreifen. Es wird durch die Bauhaus-Brille geschaut und die Rolle des Bauhaus-Schaffenden im Social Media Design eruiert. Wie man vom Bauhaus-Programm lernen kann und welche Konsequenzen es für Design 2.0 in gesellschaftlicher, industrieller und wirtschaftlicher Weise hat, soll in die Schlussbetrachtung aufgenommen werden.

Auf Grund von kreativem Input der kollektiven Intelligenz der Cloud (der Leser ist gemeint!) per Kommentar, E-Mail, Twitter, Facebook, etc., können und sollen Ideen herangetragen werden, was im Rahmen dieser Reihe außerdem beleuchtet werden sollte. Zwar gibt es intern einen roten Faden, von diesem darf aber abgewichen werden. Insofern sind Anmerkungen, Kommentare, Ideen, Verbesserungsvorschläge und Korrekturen (mit Quellenangabe) sehr willkommen.

Was ist Bauhaus?

Da sich im Rahmen des besagten Kurses eine Arbeitsgemeinschaft zum Bauhaus-Design herausgebildet hat, soll auf das kollaborativ per Etherpad zusammengestellte Wissen zurückgegriffen werden, um dem Bauhaus-Begriff einen Hut aufzusetzen.

Demnach ist (das) Bauhaus (1919 - 1933)…

…eine einflussreiche Kunsthochschule für Architektur, Design und Kunstpädagogik.

…eine aus der Bildungsstätte hervorgegangene Stilrichtung der Kunst.

…eine der einflussreichsten (auch internationalen) Kunstströmungen.

Der deutschen Wikipedia sind die wichtigsten Vertreter zu entnehmen. Diese waren: Walter Gropius, Henry van de Velde, Lyonel Feininger, Johannes Itten, Lászlo Moholy-Nagy, Josef Albers, Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer.

Merkmale

In dem ARTE-Beitrag der Sendung »Metropolis« wurde zum 90-jährigen Jubiläum die Idee der Bauhaus-Bewegung kurzweilig geschildert:

Die wesentliche Merkmale sind also:

  • »Weiße«, rationale Architektur
  • Schlichtes und funktionales Design
  • Anfangs (Weimar) bunt, pluralistisch, expressiv, stark experimentell; keine neue Ästhetik, sondern eine mutige Glaubensbewegung!
  • Später (Dessau) reifer, rationaler und wirtschaftlicher (wie man das Bauhaus heute kennt)
  • Professoren = Meister, Studenten = Gesellen
  • Arbeitsgemeinschaft statt Elite-Hochschule
  • Verbindung von Kunst, Handwerk und Technologie
  • Modernes Denken: Kunsthochschule kooperiert mit Industrie
  • Handwerklich gefertigte Objekte auf dem Niveau von industrieller Massenproduktion
  • Soziales Bauen: »Volksbedarf statt Luxusbedarf«
  • Endziel war der Bau (Gropius)
  • Bauhaus-Philosophie ist heute allgemeingültig (geworden)
  • Bauhaus ist ein Denkmodell, kein Stil!
  • Freischwinger von Marcel Breuer als bekanntestes Objekt

Was ist Design?

Um nicht zu sehr in theoretische Tiefen abzutauchen, sollen im Folgenden die auffälligsten Merkmale von Design erwähnt werden. Lightweight Media erklärt den Begriff anhand einer unterhaltsamen Reise in die Geschichte der UK-Designindustrie:

Als hilfreich erweisen sich auch Matt Wards persönliche Ausführungen zum Design-Begriff. Auch die deutsche Wikipedia wartet mit einer umfassenden Begriffsklärung auf - natürlich immer mit Vorsicht und wachem Auge zu genießen. Zusammenfassen lässt sich der Begriff folgendermaßen:

Design…

…ist keine / nicht Kunst.

…ist zweckdienlich / funktional.

…ist absichtlich / problemorientiert.

…unterstützt / kommuniziert entsprechende Inhalte.

…ist die Beziehung der von Menschenhand geschaffenen Dinge und Menschen selbst.

…ist deswegen intuitiv.

…is how it feels, looks and works. (Steve Jobs)

Abschließend soll es in der Präsentation von Alan Yu etwas mehr um das Meta-Universum und die Relevanz von Design gehen:

Was ist Social Media?

Der Vollständigkeit halber soll nun auch eine gemeinsame begriffliche Basis für Social Media gefunden werden. Die Kollegen von Common Craft haben wieder mal eine gute Erklärung in einfach verständlichem Englisch produziert:

In einer appellierenden, beinahe aggressiven Art, geht Marta Kagan in ihrer Präsentation »What the f**k is Social Media?« ebenfalls dem Begriff nach und gibt gute Beispiele (und Zahlen) was Social Media ist und warum es so wichtig ist.

Die Erkenntnisse zusammengefasst, kommt man zu folgendem Schluss:

Social Media ist…

…direkt.

…ehrlich.

…dialogbasiert / braucht gute Zuhörer.

…transparent.

…authentisch.

…dynamisch / offen, aktivierend, inspirierend.

…kundenorientiert.

…web-, tool- und technologiebasiert.

…die Metapher für Mundpropaganda im Netz.

…, wenn das Soziale die Botschaft / nicht das Medium die Botschaft ist.

Was ist Social Media Design?

Agglomeriert man nun beide zuvor geklärte Begriffe in Web 2.0 gängiger Mashup-Manier soll geklärt werden, was Social Media Design neben den Industriestandards und Best Practices, die im Webdesign bereits gelten, ausmacht.

Social Media Design…

…interessiert sich für den Nutzer - im Sinne des User-Centered Design (UCD).

…kommt schnell zur Sache / lässt den Nutzer schnell und einfach etwas tun.

…unterstützt den Nutzer dabei, sich selbst auszudrücken.

…kann dynamischen Content handhaben.

…erlaubt Freunden, sich in Gruppen zusammenzufinden.

…zeigt nur relevante Informationen (Affordances).

…bietet Wege, sich mit Anderen zu verbinden.

…erleichtert die / motiviert zur Kommunikation.

…erlaubt Freunden, etwas gemeinsam zu erleben und zu teilen (Apps, Spiele, Share- und Like-Button).

Für die obige Zusammenstellung nutze ich den Artikel »Social Network Design: Examples and Best Practices« von Cameron Chapman und die Ausführung »Design 2.0 – Arbeiten in vernetzten Zusammenhängen« von Anja C. Wagner im eVideo-Projektblog.

In den nächsten Tagen wird an dieser Stelle der zweite Teil der Serie erscheinen. Wenn es keinen Input besagter Art gibt, soll es dabei um den Entwurf eines Lehrplans für Webdesigner gehen - angelehnt an den, der im Bauhaus verwandt wurde.

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Dec
25th
Sat
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Effektiv und effizient E-Mails schreiben

E-Mail ist ja wohl die älteste, bekannteste und immer noch eine der beliebtesten Anwendungen des Web. Dennoch ist das E-Mail-Schreiben ein Zeitfresser, vor allem, wenn man im professionellen Alltag nicht zielgerichtet schreibt.

Zielführend scheint mir da der Beitrag von Joshua Riddle, der bei WorkAwesome über “Awesomely Effective Email Communication” schrieb und dabei das PASS-Prinzip erläuterte. Nach KISS (Keep It Short and Simple) nun also PASS. Was steckt aber dahinter?

Die Frage, die die vier Buchstaben beantworten, ist eigentlich, ob es nötig ist, diese Mail zu schreiben (P wie Purpose), welche Reaktionen wir auf unsere Mail erwarten (A wie Action), ob alle nötigen unterstützenden Dokumente zum Verständnis der Mail angehängt wurden (S wie Support) und ob der Betreff den Inhalt der Mail gut zusammenfasst (S wie Summary).

PS: Bei manchen privaten Mails, die ich so bekomme, leidet vor allem das zweite S wie Summary sehr, weil gerne kein (!) Betreff eingetragen wird. Für meinen Geschmack als Web-Worker klar ein Un-Ding und höchst un-kommunikativ und -freundlich!

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Dec
18th
Sat
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Operation Paperstorm

It’s gonna be an interesting night….on December 18th 2010!

More on Twitter @op_paperstorm@oppaperstorm and @WikiLeaksInfo (German).

More Material on AnonOpsWiki-Leaks-Info-Zone.

Most probably Anonymous is behind that.

FYI: What BBC and the British Guardian recently wrote about WikiLeaks and Julian Assange.

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Dec
2nd
Thu
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The Web Trend Maps vom iA

The Web Trend Maps vom iA

2009 erschien die Web Trend Map 4 von iA. Jährlich werden die 50 einflussreichsten Domains von Information Architects Zürich dargestellt und illustrativ aufbereitet. 
<p>The Web Trend Map Interview from GaijinPot on Vimeo.</p>

Aktuell ist nun die,  auch ein aktueller Trend?, die Map 2010 erschienen. Das Interview gibt Aufschluss, warum nicht mehr die einflussreichsten Domains darin eine Rolle spielen. iA geht davon aus - hört! hört! - dass man sich seine Informationen vorrangig nur noch über Google, Facebook und Twitter besorgt. 

<p>Cosmic 140 from Pedro Cascao on Vimeo.</p>

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Nov
24th
Wed
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Digital Bauhaus - Pelle Ehn

In dem folgenden Beitrag von Pelle Ehn - Making a digital bauhaus take place - auf dem SIAL Colloquium 27.03.2006 spricht er über mögliche kollaborative Formen der Zusammenarbeit. Wie müssen heute Räume ausgestattet sein, die Kreativität unterstützen bzw. motivieren und somit den Designprozess fördern? Dabei denkt er, basierend auf dem Bauhaus Gedanken, der “Bauhütte”, als Umbegung des Tuns, das Studio als Grundidee. Er spricht von “Inspirational Learning environments”, deren technischer und räumlicher Ausstattung, als eine Synthese zwischen virtuellen und reellen Artefakten.
 

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