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Socialnomics im Business 2.0 - bitte was?

Im ersten Teil meines Fazits möchte ich die Erkenntnisse aus der Arbeit mit der AG »Socialnomics« festhalten. Inhaltlich werde ich dabei größtenteils auf die Abschlusspräsentation am 30.04.11 an der HTW Berlin eingehen.

Was war das Thema?

Socialnomics - also einfach gesagt die ökonomischen Aspekte im sozialen Kontext. Man könnte es auch als Social Business bezeichnen.

Als Einführung in das Thema möchte ich das recht pathetische Video »Social Media Revolution 2011« von Eric Qualman nahelegen.

Was waren die Fragestellungen?

  1. Begriffsklärung - Hintergrund, verschiedene Standpunkte, Eure Interpretation
  2. Inwiefern lässt sich der Begriff auf Eure aktuelle AG-Arbeit überführen? (Herausforderungen, Eure Lösungsansätze, konkretes Vorgehen)
  3. Wo seht Ihr Ansatzpunkte, Euren Begriff mit Business 2.0 zu verbinden?
  4. Welche zentralen Fragestellungen lassen sich von diesen Schnittstellen ableiten?
  5. Mit welchen Themen könnten/sollten sich die nächsten AGs beschäftigen?

Nicht ganz strikt arbeiteten wir die Fragen ab. Stattdessen bildeten wir Kompetenzbereiche, in denen sich eine Person austoben sollte. Diese lauteten immer in Bezug zu Social Media:

  • Definition
  • Personalmanagement
  • Unternehmensinterne Weiterbildung (Videofeature, das nicht transkribiert werden soll)
  • Organisationsstruktur
  • Chancengleichheit
  • Work-Life-Balance
  • Marketing

Erst im zweiten Schritt bezogen wir uns - jeder für sich - auf die einzelnen Fragen.

Was war das Ziel?

Wie bei eVideo-Kursen üblich, ist der Weg das Ziel. Sprich: Anja Wagner (Kreative Leiterin der Weiterbildungskurse) lässt offen, wohin es für uns geht. Allerdings gibt sie uns mit unterstützende Fragestellungen und agiert damit als Facilitator.

Der Output der AG

Vorweg möchte ich auf die zusammenfassende Präsentation in Scribd hinweisen. Sie dient als Zusammenfassung der sogleich dagestellten Inhalte - in grober Form.

http://www.scribd.com/doc/54268001/Socialnomics

Was ist Socialnomics?

In Bezugnahme auf Erik Qualmans »Socialnomics« geht es bei Socialnomics darum, wie Social Media unsere Art zu leben und Business zu machen ändert.

Wie Socialnomics unser Leben ändert

  • Ende der Schizophrenie - man ist also eindeutig!
  • Beginn des Bragadonien-Effekts »Look at me, look at me.«
  • Ende der Glashausgesellschaft

Wie Socialnomics unser Business ändert

  • Sharable-Tendenz: Austausch, der Mehrwert generieren wird
  • Sharing hießt nicht mehr Teilen, sondern der Umgang mit knappen Ressourcen

Social Media und Personalmanagement

  • Personalbeschaffung über Suchmaschinensoftware und Social Media Xing, Facebook, Twitter & Co.
  • Offene Bewerbungsrunden über Facebook organisiert, z.B. Starbucks
  • Talent Communities: Talent Pool mit internen Mitarbeiten und externen Bewerbern, die Informationen in einer Art Personalakte festlegt, z.B. Global Talent GatewayOxendo (das erweiterte Xing)
Social Media und Organisationsstrukturen

Virtuelle Teamarbeit…
  • …geschieht, ohne dass wir es merken (z.B. Facebook-Posts, die bereits eine Arbeitsleistung darstellen)
  • …funktioniert asynchron (z.B. Google Doc)
  • …passiert nicht mehr in einem Raum (praktisch kann JedeR von jedem Ort arbeiten)
  • …lässt hohen Mobilitätsgrad zu
Organisationsstrukturen und -formen
  • Creative Membership Communities, in denen soziale Beziehungen Teil des Geschäftsmodells werden (z.B. das TED-Konferenznetzwerk, Coworking Spaces, Social Bar Berlin)
Hierarchien
  • These: »Hierarchien in Unternehmen haben keinen Einfluss auf die Onlinekollaboration.« (These)
Fragen, die offen geblieben sind
  • Wie sieht das Führungsmodell in kollaborativen Netzwerken und Teams aus?
  • Welche Organisationsformen und Geschäftsmodelle bieten sich im Business 2.0 an?
  • Wie kann Onlinekollaboration (v.a. von Erwachsenen) in Unternehmen erlernt werden? Was sind Katalysatoren dafür?
Social Media und Chancengleichheit

Social Media und…
  • …Chancengleichheit
  • …Diversity
  • …Gender
These:
»Das Web 2.0 fördert die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.«
 
These:
»Das Web 2.0 erzeugt aber auch neue (technische) Barrieren.« (z.B. Captchas, Videos ohne Untertitel)
 
These:
»Das Web 2.0 relativiert Gender-Stereotypen.«
 
Frage:
Unterstützt das Web 2.0 die Umsetzung von Gender- und Diversity-Aspekten?
Social Media und Work-Life-Balance (WLB)

  • Work-Life-Balance (WLB) ist total individuell - kein Patentrezept
  • Faktisch ist WLB tot!
  • man spricht auch von Profersional
  • WLB im Social Media heißt auch, dass man 24/7 planen muss
    • Social Media kostet viel Zeit
  • WLB muss einmal etabliert werden und immer wieder angepasst werden
    • WLB ist nicht konstant
     
    Social Media und Marketing

    Hierbei wurden meiner Meinung nach sehr gute Thesen angebracht, die hier in aller Gänze ausgeführt werden sollen.
     
    #1:
    Aus Unternehmenssicht steht am Anfang von Social Media die Erkenntnis, dass die Revolution eine Revolution der Kommunikation – nicht eine Revolution der Unternehmen ist. (sinngemäß, vgl. Paul Greenberg, 2011)
    #2:
    Für die Kommunikation im Social Web ergibt sich daraus eine Konsequenz:
    »Wenn ich in der realen Welt nix zu sagen haben, dann habe ich auch im Social Media nix zu sagen - so einfach ist das.« (Mirko Lange 2011)

    #3:
    Auf Business 2.0 übertragen müssen Unternehmen verstehen, dass das, was als »Socialnomics« bezeichnet wird, einen einschneidenden sozioökonomischen Wandel beschreibt. (vgl. Eric Qualman, 2010)
    #4 (Fazit):
    No give, no get.
     
    Es geht im Business 2.0 also nicht in erster Linie um den rein ökonomischen Ansatz - sprich den Austausch von Leistung-Gegenleistung.
     
    Vielmehr geht es um die Schritte, die davor passieren müssen und die letztlich alle auf einem großen Zauberwort aufbauen: VERTRAUEN.
     
    Um Geschäfte im Social Web zu machen, braucht man Vertrauen. Vertrauen braucht Dialog. Dialog braucht Transparenz, Authentizität und relevante Inhalte - und Partner auf Augenhöhe. Nicht Kunden, die Könige sein wollen.
     
    Als Beispiel wurde das auch finanziell erfolgreiche Projekt »Willkommen Wolf« vom NABU genannt. Einem Online-Redakteur vom NABU konnte unser AG-Mitglied dann noch die Frage stellen:
     
    »Welche strategischen Fragestellungen waren in der Anfangsphase wesentlich?«
     
    und bekam folgende Antwort:
     
    »Die Hauptaufgabe ist es, alle an einem Thema Interessierten zusammenzubringen, fachlich richtig zu informieren und langfristig zu Unterstützende zu Aktiven zu machen.«
     
    Wunderschöne Worte zum Ende des Vortrags! ☻
     
    Im zweiten Teil meines Fazits soll es um die Ergebnisse gehen, die wir als AG »Geld verdienen« herausfinden konnten.

    Posted via email from Alex Kluge & Freunde recycle Spring ♺ | Comment »

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